Der schrägste Inquisitor aller Zeiten

Der schrägste Inquisitor aller Zeiten

Bruder Dickbert ist das, was man im Mittelalter wohl einen Universalinquisitor genannt hätte. Er hilft wo er kann, lässt unliebsame Schwiegermütter (und -väter) verschwinden, sorgt sich geradezu rührend um die Kinder seiner Schäfchen, erlässt diese oder jene Sünde und schleift bisweilen nörgelnde Marktbesucher in Scharen an langen, eisernen Ketten über den Marktplatz.

Seine Markenzeichen sind die wirklich ausgefallenen Folterinstrumente, die er stets entweder dabei hat, oder die er fein säuberlich an seiner Lagerstatt aufreiht. Wer nun meint, das sei alles nur Show, der sollte dem Bruder besser kein geringschätziges Lächeln zuwerfen denn er findet sich schneller auf einem mit Nägeln gespickten Thron, mit seinem Halse im pranger oder gar auf dem Schandkarren wider um, zur lauten Belustigung des Volkes, vom Inquisitor persönlich in den Kunst des demütigen Gleichmutes unterwiesen zu werden.

Wer ihm begegnet sollte ihm besser aus dem Weg gehen…es sei denn, er ist stolzer Vererber seiner Gene an missratene Sprösslinge, die er nur zu gerne für eine oder zwei Stunden dem Bruder überlassen will. Falls dem so ist, so soll er diese, seine Brut schützend vor sich halten auf dass Bruder Dickbert ihn dahinter nicht erblicke und sogleich nach dem kleinen Volke greife.

Doch auch wenn es die nörgelnde Schwiegermutter ist, die es zu entsorgen gilt, weiß der Bruder wohl rat. Man munkelt, er verkaufe sie an die Mauren auf dass sie nimmermehr widerkehren.

Es ist uns eine fürchterliche (und ja, das Wort ist so gemeint wie es geschrieben steht) Freude, Bruder Dickbert für beide Tage, also den Samstag und den Sonntag auf unser Mittelalterfest locken zu können.

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